Das Hornsche Haus

Hornsche HausDas Hornsche Haus ist eines der ältesten Profangebäude, wenn nicht das älteste Wohngebäude der Stadt.

Hinter der Renaissance-Fassade verbirgt sich ein gotischer Wohnturm, dies sei in Sachsen einmalig.
Die Renaissance-Giebel wurden wohl gegen 1542 aufgesetzt und haben eine große Ähnlichkeit mit denen der Stadtkirche und des alten Rathauses. Das Rundbogenportal aus Rochlitzer Porphyr stammt aus dem Jahre 1621 mit dem Initialen „MAW“, diese stehen für den ehemaligen Bornaer Superintendenten Magister Andreas Walter, der das Haus 1620 erwarb.

Ein weiterer bekannter Namen für dieses Gebäude ist „Altes Kloster“. Wie es diesen Namen bekam, ist völlig unbekannt, da Borna nie ein Kloster besaß, auch keine Terminei (Begriff aus dem Bereich der mittelalterlichen Bettelorden) hier, wie um 1520 vermutet wurde.

Dennoch ranken sich viele Legenden um das Gebäude. So soll es einen unterirdischen Gang zwischen diesen Gebäude und der Kirche geben, bestätigen ließ es sich aber bis heute nicht. Doch eine schöne Geschichte bleibt es und so setzte die Schriftstellerin Sophie Reuschle (1891-1982), die im Haus gegenüber aufwuchs, diesem Gebäude mit dem unterirdischen Gang, sowie ihrer Heimatstadt Borna, in ihrem Buch „Kinderzeit“ ein ewiges Denkmal.

Bemerkenswert sei noch, das in diesem Haus am 10. August 1544 der Pädagoge und Schriftsteller Martin Hayneccius geboren wurde. Berühmt wurde er durch seine lateinischen Schulkomödien, die er erstmals ins Deutsche übersetzte und veröffentlichte, Zitat: „damit sie vom gemeinen Mann auch verstanden und nützlich gelesen und gehandelt möchten werden.“

Hornsches Haus
Hornsches Haus