Die Mediothek (Knabenbürgerschule)

MediothekDa der Platz in der Lateinschule nicht mehr ausreichend war, entschloss man sich 1828 zum Neubau einer Nebenstelle, jene wurde 1830 geweiht und hieß Knaben-Bürgerschule.

Wie die Lateinschule, war auch die Knaben-Bürgerschule eine reine Jungenschule, Mädchen wurden im Haus der „Maidleinschulmeisterin“ ausgebildet. Mit der Fertigstellung der Bürgerschule (heute Dinter-Oberschule) hatte man einen zentralen Ort zur schulischen Ausbildung und nutzte die alten fortan nicht mehr und sie wurden anderweitig genutzt. So zog 1876 in das Gebäude der Knaben-Bürgerschule die Stadtbank und Sparkasse ein.

Seit 1942 konnte auf Bemühen des Oberlehrers Robert Weber behelfsmäßig einen Teil des Hauses als Heimatstube genutzt werden. Ein weiterer Nutzer des Hauses am Martin-Luther-Platz war die Stadtbibliothek. Aus mehreren kleinen Privat-Büchersammlungen formte sich der Gedanke an eine allen allgemein zugängliche Bibliothek.

So verkündigte das Bornaer Wochenblatt in einem Artikel von 1863 die Anregung zur Gründung einer solchen. Besonderen Gefallen fand der Gewerbeverein der Stadt und es kam 1876 zur Gründung einer Volksbibliothek und ein Jahr darauf zur städtische Bibliothek. Diese hatte ihren Sitz bis 1920, unter sehr beengten Verhältnissen, im Rathaus der Stadt.

Schlussendlich durfte die städtische Bibliothek 1955, nachdem alle anderen Nutzer umzogen, das gesamte Gebäude nach ihren Vorstellungen nutzen. Mit Fertigstellung des modernen Anbaus folgte 2011 auch die Umbenennung in Mediothek, gemäß ihrer heutigen Nutzung.

Martin Luther
Knaben Bürgerschule