Das Reichstor (Museum)
Den Abschluss der Reichstraße bildet das imposante Reichstor. Einst hatte Borna vier Stadttore.
Das Altenburger Tor, das Pegauer Tor mit der Folterkammer, das Roßmarktsche Tor (auch Ölturm,
da dort das Öl für die Straßenbeleuchtung aufbewahrt wurde) und das Reichstor,welches das einzig erhaltene Stadttor ist. Hier befanden sich Arrestzellen.
Der erste Torbau war ein Fachwerkgebäude.
Auf dessen Grundmauern wurde 1723/24 dieses Tor im Barockstil, vom sächsischen Generalakzisebaumeister Naumann, neu errichtet.
An der südlichen Torseite befand sich seit 1560 das Kornhaus, später Malzhaus. Dieses wurde 1882 abgerissen.
Seit 1974 befindet sich im Reichstor mit dem Torwächterhaus das Museum der Stadt Borna.
Hier kann man sich über wirtschaftlichen Standbeine der Bornaer Stadtgeschichte - den Braunkohlenbergbau, den Musikinstrumentenbau,
die Feldgärtnerei und das Karabinier-Regiment - informieren.
Im Turm kann man in den ehemaligen Arrestzellen die Wachstube,
zwei Etagen zur mittelalterlichen Gerichtsbarkeit und im obersten Stockwerk die nachgestellte Türmerstube, die in früheren Zeiten im Kirchturm war, besichtigen.

Reichstor von 1860

Bergbauaustellung und Türmerstube