Spannendes und Unterhaltsames aus Wyhras Geschichte
2004 wurde Wyhra gemeinsam mit den anderen Teilen der Gemeinde Wyhratal der Stadt Borna angeschlossen. Viele kennen den 1286 erstmals urkundlich erwähnten Ort wegen des in ihm befindlichen Geschichtenhofs. Doch er hat viel mehr zu bieten. Davon, was es lohnt, aus seiner Geschichte zu erzählen, ganz zu schweigen. Hier entstand nicht nur der erste industriell betriebene Tagebau des Bornaer Reviers. Der Ahnherr einer der bedeutendsten deutschen Verlegerfamilien des 19. Jahrhunderts entstammte der Wyhraer Mühle. Im Bornaer Land spielte der Ort lange Zeit eine Sonderrolle: Spät kam er zum Kurfürstentum Sachsen. Erst spät wurde im Dorf die Reformation eingeführt. Die Stadt Borna musste hart darum kämpfen, gegenüber den Wyhraern ihr Bierprivileg durchzusetzen. Nicht zuletzt waren die hiesigen Bauern für ihr außergewöhnliches Selbstbewusstsein bekannt. Dr. Hans-Jürgen Ketzer, der rund 15 Jahre lang das Volkskundemuseum Wyhra leitete, weiß eine Menge Unterhaltsames aus der Dorfgeschichte zu erzählen, so etwa von einem Pfarrer, der ein leidenschaftlicher Kaffeeliebhaber war, von einem Bauern, von dem es hieß, er ginge nach seinem Tod als Geist in seinem Haus umher, und von einem ehrlichen Müller, der sich zu seinem unehelichen Sohn bekannte.
Einlass ist ab 16 Uhr und der Geschichtenhof kann besichtigt werden.
Ab 17 Uhr und nach dem Vortrag gibt es Getränke und einen keinen Imbiss, der vom Förderverein des Museumshofes Wyhra e.V. gereicht wird.
Eintritt: 5,00 €/ 3,00 € ermäßigt




